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Bhakti-Touch: Berührung als Weg der selbstlosen Liebe

++ Tobias Frank @ Thai Yoga berichtet dir in diesem Gastbeitrag, warum Hingabe in deinem Leben so wichtig ist. ++

Kannst Du dir ein fades Essen vorstellen: Pommes ohne Salz? Oder deinen Lieblings-Veggie-Burger ohne Sauce?

Hingabe ist das Salz in deinem Leben. Es ist das ultimative Gewürz, das deinen Alltag lebendig, freudig und fühlbar macht.

Es ist meine persönliche Überzeugung, dass du zwar ein Leben ohne Hingabe führen kannst. Aber eben keines, bei dem du dauerhaft glücklich bist. Wenn sich dein eigenes Universum nur um dich dreht, musst du vielleicht irgendwann feststellen, dass die Karriereleiter, die du fleißig empor geklettert bist, am Ende an das falsche Haus angelehnt war.

Sinnvoll leben

Hast du dich auch schon einmal gefragt, wozu das Ganze? Früher oder später stolpert jeder Mensch über die sogenannte Sinnfrage. Ich war in dieser Hinsicht ein echter Frühzünder, denn meine erste Sinnkrise hatte ich schon mit Mitte Zwanzig. Und zwar als ich nach erfolgreichem Studium einen begehrten Redakteurs-Job beim Fernsehen bekommen hatte.

Ich fragte mich: Was macht es für einen Sinn, über dieses oder jenes Thema zu berichten? Haben die Menschen etwas davon, wenn sie von den neuen Eskapaden von Promi XY erfahren? Ist es beispielsweise jedes Gewaltverbrechen wert, Medienthema zu werden?

Fragen, die mich irgendwann dazu brachten, meinen Job beim Fernsehen gegen das Lehrerdasein auf der Yogamatte zu tauschen.

Der Wunsch, anderen Menschen zu dienen

Meine Sehnsucht dahinter: Einen positiven Beitrag im Leben anderer Menschen zu leisten. In der modernen Psychologie wird das Bedürfnis zu dienen als menschliches Grundbedürfnis angesehen. Genauso wie unser Körper bestimmte physische Bedürfnisse wie Essen und Trinken hat, ist es der Wunsch unserer Seele, anderen Menschen etwas Gutes zu tun.

Geben macht glücklich – darüber habe ich nicht nur einen Blog-Artikel geschrieben, sondern kann es jedes Mal neu beobachten, wenn ich beispielsweise nach einer Thai Yoga Session in die strahlenden Augen meines Empfängers blicken darf. Und wenn Du wie ich Yogalehrer bist, dann kennst Du vielleicht das bereichernde Gefühl, am Ende einer Stunde zu wissen, dass der Unterricht Deinen Schülern gut getan hat und Deine Arbeit deshalb sinnvoll ist.

Über den eigenen Tellerrand hinaus leben

Hingabe ist für mich persönlich der Weg, zu einem Werkzeug der Liebe zu werden und sein Leben auf etwas auszurichten, das größer ist als Du selbst. Jemand, der für mich persönlich Hingabe verkörpert, ist die Inderin Amma, die den Menschen bedingungslose Liebe in Form einer Umarmung schenkt und in ihrem Leben schon Millionen von Menschen umarmt hat. Ein inspirierendes und radikales Beispiel.

Es gibt aber auch viele kleine Möglichkeiten, wie Du mehr Hingabe in Dein Leben bringen kannst:

  • zu Beginn Deiner Yogapraxis fasse eine Intention und widme diese einem anderen Menschen oder einer Gruppe von Menschen, die liebevolle Energie gebrauchen können
  • das Singen von Mantren
  • wenn Du magst, stelle einen Altar in Deinem Haus auf. Wenn Du nicht an Gott glaubst, keinen Bezug zum Buddhismus oder Hinduismus hast, kannst Du einfach Bilder von Menschen aufstellen, die Dir wichtig sind – Partner, Familienmitglieder oder Lehrer – oder Bilder, Symbole oder Gegenstände sammeln, die für Dich persönlich heilig sind und Dich daran erinnern, wofür Du lebst und was Dir wirklich Kraft gibt.
Hingabe üben, indem Du berührst

Für mich persönlich ist Berührung der Königsweg der Hingabe. Das Schöne an der Thai Yoga Körperarbeit ist für mich: Indem ich gebe, beschenke ich gleich zwei Menschen – den anderen und mich selbst.

In einem Interview stellte ich meinem Lehrer Jason vor einigen Jahren die Frage, was für ihn persönlich Thai Yoga Massage so wertvoll macht. Seine Antwort lautete:

„Wenn du Yoga übst, bist du in einem Zustand der Achtsamkeit, verbunden mit deinem Atem. Wenn du Thai Yoga praktizierst, geht es nicht mehr um dich, sondern in erster Linie um das Wohl eines anderen Menschen.“

Mich daran zu erinnern, ist für mich ein kraftvolles Werkzeug. Beispielsweise wenn ich als Yogalehrer nervös bei meinen ersten Unterrichtsstunden war oder als Thai Yoga Praktizierender bei mancher Session mit Aufregung und Selbstzweifeln zu kämpfen hatte.

Solche Gefühle und Erwartungen sind natürlich nichts Ungewöhnliches. Doch entstammen sie letztlich dem Ego. Wie ich in meinem Artikel „7 Irrtümer über Berührung“ beschrieben habe, ist die Angst, etwas „falsch“ zu machen, unbegründet. Denn Berührung, die achtsam ist und von Herzen kommt, wird sich immer gut anfühlen.

Falls bei dir solche Gefühle auftauchen sollten, kannst du sie einfach wahrnehmen, nicht gegen sie ankämpfen, aber ihnen auch nicht allzu viel Energie geben und gleichzeitig auf deinen Wunsch zurückkommen, deinem Partner etwas Gutes zu tun.

Thai Yoga lernen

Wenn Du Lust hast, Thai Yoga auszuprobieren, kannst Du Dich unter www.onlinekurs.thaiyoga.de zu meinem kostenlosen Onlinekurs „Die Magie der Berührung“ anmelden. Darin erhältst Du mehre Gratis Übungsvideos und Massage-Anleitungen.

Noch mehr Inspiration und ausführliche Hintergrundinformationen bietet mein Buch „Thai Yoga – Körper & Seele berühren“, was am 18. April im Hans-Nietsch-Verlag erscheint. Unter www.buch.thaiyoga.de kannst Du es vorbestellen.

Bildcredit – Titelbild: Nicole Wahl, Buchcover: Benjamin Kurtz 

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