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Devi-Talk

„Ich gebe mich allem hin. Das ist der Einklang für mich.“ Moksha Devi

Wir sind der Meinung, dass unser yang-lastiger Alltag eine Portion Yin vertragen kann. Deswegen haben wir den Devi-Talk gestartet. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Heute freue ich mich Verena Maria Rottmar auch bekannt als Moksha Devi im Devi Talk begrüßen zu dürfen. Ich hatte den Impuls Moksha Devi zu dieser Interviewreihe einzuladen, als ich diesen großartigen Text von ihr über das Thema Energieausgleich las. Überhaupt ist ihr Blog Spiritual Rebel sehr individuell geschrieben und eine besondere Wohltat für Herz und Seele. Moksha Devi arbeitet als Yogalehrerin, Coach und Seminarleiterin. Auf ihrer Homepage findest du viele wunderschöne Angebote, die Tiefgang und eine große Portion Hingabe bereit halten.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Moksha Devi: Devi ist die Göttin, die alle Göttinnen vereint. Eine weibliches Prinzip, das nichts ausschließt, auch nicht die Dunkelheit. Sie ist die Wurzel allen Seins. In vielen vereinenden Formen. Die Komplexität des Universums und des Allumfassenden.

Die universelle Mutter – aus ihr entsteht alles… Gott selbst.

Sie ist auch eine Kriegerin und beschützt die Welt. Ihre Erscheinungsform ist nicht nur schön und rein, sondern auch furchteinflössend und erschreckend. Man sagt, wenn die Devi die Augen schließt, geht die Welt unter und wenn sie wieder öffnet ersteht. Das finde ich wunderschön ausgedrückt.

Wir sind hier um uns wieder zu erinnern, uns frei zu machen von allen Dogmen und von der Unterdrückung der Frau. Zurück finden in unseren Ursprung und die Essenz.

Die Frauen der Neuen Zeit sind für mich Devis. Sie beginnen alles an sich zu akzeptieren, zu integrieren und zu lieben. Und was weg soll, kommt weg. Sie nutzen ihre Werkzeuge und erkennen die Möglichkeit, die aus ihrer Wahrhaftigkeit entstehen.

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin-Prinzip? Hast du ein bestimmtes Ritual?

Grundsätzlich ist der Weg der wachen Frau der Weg der Mondin. Der Weg der Natur und der natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten. Das Leben selbst erinnert mich und die Yoga Praxis, die Stille, die Meditation erinnern mich, dass wir auf der Welt sind, um eins zu sein mit der Natur, mit ihr zu fließen. Sich ihr anzugleichen. Ihr zu lauschen. Aus ihr zu lesen, was sie für eine Botschaft für uns hat. Ich lausche. Ich bin eine Tochter der Mondin. Jede Frau kann das. Meine Rituale sind intuitiv.

Wie schaffst du es Yin und Yang in deinem Leben in Einklang zu halten?

Das schaffe ich wohl höchst selten. Denn das Leben ist wie die Oberfläche des Ozeans. Mal still, mal stürmisch, mal friedlich, mal beängstigend. Es ist der Tanz der Emotionen, die sich auf der Spielwiese des Lebens rum treibt.

Das Erwachen ruft ein tieferes Verständnis hervor, das Bewusstsein wird geschärft… und das Wissen, dass ich der Urgrund des Seins BIN. ICH BIN.

Ich bin sozusagen der Ozean und das auf und ab des Lebens, passiert, ohne mein zutun. Ich lass es geschehen und versinke immer wieder in Stille. Oder ich verliere mich in den Emotionen, und wenn es zu turbulent wird, reißt mich der Ozean in die Tiefe oder schleudert mich ans Ufer. Ich gebe mich allem hin. Das ist der Einklang für mich. Nicht immer angenehm.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Authenzität, Leidenschaft, Wildheit, Tränen, absolute Menschlichkeit, Nacktheit, Verletzlichkeit, Mut, Anmut. Dann wenn sich alles vereint, wenn alles aus einem Menschen herausbricht, das er je zurückgehalten hat, an Schmerz, an Sehnsucht…. das ist Schönheit. Dann strahlt Gott. Das sind heilige Momente. Ja Frauenkreise, sind Ausdruck lebendiger Schönheit.

Bitte beende den Satz „Fülle ist…..“

das All-eins-sein mit der Existenz. Das Erkennen und Wahrnehmen, von Allem was ist. Das Leben an sich ist Fülle. Und jeder Mangel ist nur die Sehnsucht, die uns antreibt noch näher zu Gott zu kommen.


Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

Sich eine Katze zulegen und sie beobachten

Still leben – sich der Lange-weile zuwenden.

Bäder nehmen. Ganz viele. Am besten täglich. Das Wasser spüren. Darin versinken. Und dem Atem lauschen. Wie er sich in dich hineinschleicht. Zärtlichst. Unsagbar sanft. Ja der Atmen… die kostbarste Medizin der Sanftheit.

Du willst mehr Sanftheit und Devi-Vibes in dein Leben bringen? Dann geht’s hier zu meinem Ebook und Meditationsprojekt Thank Lakshmi it’s Friday. Alle weiteren Devi-Talks kannst du HIER nachlesen.

„Jeglicher Weg nach Innen ist ein weiblicher Weg.“ Daniela Hutter

Wir sind der Meinung, dass unser yang-lastiger Alltag eine Portion Yin vertragen kann. Deswegen haben wir den Devi-Talk gestartet. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Heute im Devi-Talk: Die Impulsgeberin für moderne Frauen Daniela Hutter.
Daniela arbeitet als Coach, Autorin und Seminarleiterin. Außerdem führt sie einen wunderschönen Blog, auf dem es in regelmäßigen Abständen sehr persönliche und gefühlvolle Texte zu lesen gibt. Wenn ich mich mit ihren Inhalten beschäftige, spüre ich ganz stark, dass sie sich schon seit vielen Jahren authentisch mit den Themen Weiblichkeit und FrauSein auseinandersetzt und einen Weg gefunden Spiritualität bodenständig zu leben.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Daniela Hutter: Die Devi ist für mich die innere Göttin, welche die Vielfalt des weiblichen Seins verkörpert. Wir kennen sie in der Vielfalt der Namen der Göttinnen Isis, Aphrodite, Kwan Yin, Mutter Maria, Maria Magdalena, Lady Gaia und andere mehr. Sie alle repräsentieren die Vielfalt des weiblichen Bewusstsein, der Frauen aller Kulturen und aller Zeiten, aller Sprachen, Nationalitäten Geschichten.

Die Devi ist für mich auch die Haltung der inneren Göttin, der Wahrnehmung meiner Selbst in einem erwachenden Bewusstsein meines FrauSeins, in der Wahrnehmung des erwachenden Bewusstseins aller Frauen. Devi bedeutet auch das Empfangen und Folgen des Rufes des erwachenden FrauSeins.

In Devi erwacht in mir das Gefühl des EinsSeins mit allen Frauen, in einem tiefen Verständnis und einer tiefen Wahrnehmung.

Und in meiner ganz persönlichen Antwort ist die Devi der Ruf meiner Berufung, der Vision die zur Mission geworden ist, die Frauen an das Bewusstsein für das Yin zu erinnern, welches ihnen der Schlüssel zur Wiederverbindung mit ihrer inneren wahrhaftigen Essenz ist.

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin-Prinzip?
Hast du ein bestimmtes Ritual?

Jeglicher Weg nach Innen, jeglicher Weg des Fühlens ist ein weiblicher Weg und entspricht dem Yin-Prinzip.

Zum einen ist es die Haltung der Meditation. Ich wähle die Stille und das Ruhen der Gedanken. Ich wähle damit die Passivität, die Offenheit und das Empfangen.

Doch auch die Verbindung hin zur Natur, in welcher Form auch immer, ist ein Ritual um mich mit der weiblichen Energie zu verbinden.

Wie schaffst du es Yin und Yang in deinem Leben in Einklang zu halten?

Indem ich bewusst in meinem Tun des Alltags den Tanz zwischen den Polaritäten wähle. Es wechselt sich Fokus und Defokus, Aktivität und Passivität, Verstand und Intuition, Kontrolle und Hingabe ab. Es ist ein stetes Führen und Folgen meiner Selbst hin zu mir selbst.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Ich habe für mich entdeckt, dass sich die Schönheit im Sehen immer dann in seiner Ganzheit offenbart, wenn ich das „weibliche Sehen“ wähle. Im „empfangenden Blick“ offenbart sich die Tiefe und die Vielfalt, die Bilder hinter den Bildern hinter den Bildern hinter den Bildern. Und damit auch die vollendete Fülle jeglichen Seins.

Bitte beende den Satz „Fülle ist…..“

ein Akt der Gnade, der sich wie Segen über das Leben legt und nicht in Geld gemessen oder auf dem Bankkonto gehortet werden kann.

Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

Erst Lauschen, dann Sprechen. Erst Fühlen, dann Berühren. Erst wahrnehmen, dann Tun.

Du willst mehr Sanftheit und Devi-Vibes in dein Leben bringen? Dann geht’s hier zu meinem Ebook und Meditationsprojekt Thank Lakshmi it’s Friday. Alle weiteren Devi-Talks kannst du HIER nachlesen.

Bildcredit: (c) Helmut Henkensiefken c/o FinePic®, München | Schrift nachträglich hinzugefügt v. Maria Ma

Vom Kampfsport zum Yin Yoga: Autorin Stefanie Arend im Devi-Talk

Wir sind der Meinung, dass unser yang-lastiger Alltag eine Portion Yin vertragen kann. Deswegen haben wir den Devi-Talk gestartet. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Heute begrüße ich die bekannte Yin-Yoga Autorin Stefanie Arend im Devi-Talk. Als mir Tobias Frank von Stefanie erzählte, war klar, dass sie die perfekte Frau für diese Interviewreihe ist. Zumal Stefanie zu den bekanntesten Yin Yogalehrerinnen Deutschland gehört und einige sehr erfolgreiche Bücher und DVDs veröffentlicht hat, die uns helfen einen sanften Weg zur unserer inneren Mitte zu finden. Wenn du Interesse an kostenlosen Inspirationen zum Thema Loslassen hast, lohnt es sich auf Stefanie’s You-Tube-Channel vorbeizuschauen, der hier zu finden ist.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Stefanie Arend: Für mich ist die Devi in allem enthalten, was die weibliche Energie verkörpert. Ich spüre sie in meinen Töchtern, in meiner Mutter, in der Natur und natürlich auch in der Yin Yoga- und Meditationspraxis

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin­ Prinzip? Hast du ein bestimmtes Ritual?

Ich praktiziere selber täglich Yin Yoga und Meditation und unterrichte viele Yin Yoga-Ausbildungen, bei denen ich diese wunderbare Energie weitergeben darf. Ich darf meine Berufung leben, das ist für mich ein riesengroßes Geschenk.

Wie schaffst du es Yin und Yang in deinem Leben in Einklang zu halten?

Früher war ich ein sehr yanglastiger Mensch. Ich habe jeden Tag Kampfsport praktiziert, später ausschließlich aktive und kraftvolle Yogastile, bin zusätzlich laufen und ins Fitnessstudio gegangen und habe täglich Überstunden geleistet. Dann ist Yin Yoga zu mir gekommen, in dem ich auf eine Anatomie-DVD von Paul Grilley gestoßen bin. Seitdem hat sich alles verändert. Durch die regelmäßige Yin-Praxis konnte ich mein erschöpftes Yin wieder wunderbar auftanken. Auch heute habe ich noch viel Yang in meinem Leben. Ich schreibe Bücher, produziere DVDs, unterrichte viel und organisiere dazu meine Selbstständigkeit und unser Familienleben. Dazu ist die nährende und ruhige Yin Yoga-Praxis für mich der beste Gegenpol, den ich mir denken kann.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Schönheit ist in allem enthalten. Manchmal mache ich ein Spielchen daraus. Wenn mir ein Mensch zunächst nicht sehr sympathisch erscheint, dann versuche ich dennoch etwas Schönes an ihm zu finden. Bisher ist mir das auch immer gelungen. Diese Übung verändert die eigene Sichtweise, sodass man immer mehr die Schönheit in allem erkennt.

Bitte beende den Satz „Fülle ist…..“

ganz wundervoll und genauso wichtig und bedeutsam wie die Leere.

Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

  1. Ich finde es unglaublich wichtig zu verzeihen und nicht nachtragend zu sein. Dadurch entsteht eine sanfte und liebevolle Energie in einem selbst, die man aber auch weitergibt an andere Menschen.
  2. Man sollte nicht zu streng mit sich selbst sein, dann kann man auch anderen Menschen mit mehr Sanftheit begegnen.
  3. Wenn ich mich in schwierigen Situationen wiederfinde, dann segne ich innerlich die Situation und alle, die daran beteiligt sind und hülle gedanklich alles ein in Licht und Liebe. Ich kann sofort spüren, wie sich die Energie dadurch verändert. Ich fände es großartig, wenn jeder dieses Ritual ausüben würde, dadurch könnte man viel mehr friedliche Energien verbreiten und so manchen Konflikt vermeiden.


– Diese Interviewreihe ist entstanden und inspiriert durch mein Ebook und Meditationsprojekt Thank Lakshmi it’s Friday. Alle weiteren Devi-Talks kannst du hier nachlesen. –

„Loslassen ist nichts, was Du aktiv herbeiführen kannst.“ Tobias Frank

Wir sind der Meinung, dass unser yang-lastiger Alltag eine Portion Yin vertragen kann. Deswegen haben wir den Devi-Talk gestartet. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Als ich letztes Jahr mein Ebook schrieb und mich intensiv mit dem weiblichen Aspekt der Schöpfung auseinandersetzte, wurde mir bewusst, wie intensiv sich viele von uns (inklusive mir) in der männlichen, aktivierenden Energie bewegen. Für ein gesundes, harmonisches Leben ist es wichtig, dass wir uns Ruhepausen gönnen, gütig mit uns selbst sind und uns bedingungslos annehmen können. Um diese Eigenschaften in unserem Leben zu stärken, werden wir ihnen hier auf dem Blog mehr Raum und Wertschätzung geben.

Heute im Devi-Talk: Tobias Frank von Thai Yoga. Tobias hat sich vor zehn Jahren mutig dafür entschieden seinem Herzen zu folgen und seinen Job als Fernsehjournalisten zu beenden. Seitdem arbeitet er sehr erfolgreich als Trainer, Yogalehrer und Autor. Auch auf ganzherzig findest du zwei sehr gern gelesene Gastbeiträge von ihm. Als Thai Yogi und somit Experte in der Kunst des Loslassens (Loslassen ist eine weibliche Qualität), freue ich mich besonders, dass Tobias uns heute an seiner persönlichen Sichtweise über das weibliche Schöpfungsprinzip teilhaben lässt.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Tobias Frank: Meine persönliche Devi ist meine Lebensgefährtin Suva und meine Katze Lilith. Grundsätzlich verbinde ich mit Devi das weibliche Schöpfungsprinzip, was mit Hingabe, Rezeptivität und Loslassen zu tun. Und in Sachen Hingabe und Loslassen, kann ich von meinen Devis zuhause, viel lernen.

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin-Prinzip? Hast du ein bestimmtes Ritual?

Früher habe ich versucht, auf eine sehr männliche Art und Weise weibliche Energie in mein Leben zu bringen – durch eine strikte Yoga- und Meditationspraxis. Im Laufe der Jahre habe ich realisiert, dass Loslassen nichts ist, was Du aktiv herbeiführen kannst. Je mehr ich mich anstrenge, desto mehr entferne ich mich davon. Deshalb schätze ich Yin Yoga und Thai Yoga als Möglichkeiten ohne Anstrengung Entspannung zu erfahren.

Mein wichtigstes Ritual, dem Yin-Prinzip zu folgen ist es, meine Intuition zu stärken und auf mein Herz statt meinen Verstand zu hören. Praktisch mache ich das so, dass ich mir selbst eine Frage stelle (z.B. möchtest Du gerade noch weiterarbeiten oder sofort eine Pause machen?) und versuche die erste leise Antwort in meinem Inneren zu hören, die kommt. Denn, die kommt aus dem Herzen und nicht aus dem Verstand. Sie ist der Ruf meiner Seele und nicht die fordernde Stimme eigener oder fremder Erwartungen.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Schönheit wahrzunehmen ist für mich die natürlich Folge eines achtsamen Lebens. Wenn ich es mir selbst gestatte, zur Ruhe zu kommen und mit allen meinen Sinnen diesen Moment wahrzunehmen, werde ich Schönheit herum in vielen kleinen Dingen entdecken können.

Bitte beende den Satz „Fülle ist.....“

Immer da - für jeden Menschen. Doch manchmal verlieren wir die Dankbarkeit für das Leben und die Menschen, um uns herum, indem wir bestimmte Erwartungen haben, bzgl. der Art und Weise, wie wir beschenkt werden wollen. Indem wir unsere Fähigkeit dankbar zu sein stärken, können wir mehr Fülle in unserer Leben einladen – auf innerer, wie auch auf äußerer, d.h. materieller Ebene. Deshalb habe ich es mir zum Ritual gemacht, jeden Abend fünf Dinge zu notieren, für die ich heute dankbar bin.

Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

  1. Ein achtsamer Spaziergang in der Natur ist für mich eine der sanftesten Möglichkeiten, Körper, Geist und Seele etwas Gutes zu tun.
  2. Räume in dem eigenen Leben zu schaffen, in denen Du nichts tun musst und einfach fühlen darfst. Besonders kostbar empfinde ich dafür die Zeit, direkt nach dem Aufwachen und kurz vor dem Einschlafen. In diesen Phasen ist das Bewusstsein noch nicht, bzw. nicht mehr so aktiv. Eine gute Gelegenheit sich mit den eigenen Gefühlen, der Intuition und der Seele zu verbinden.
  3. Schenke Dir selbst ein inneres Lächeln: Schließe Deine Augen und erinnere Dich an das Lächeln eines lieben Menschen, das Dich inspiriert. Fühle wie sich Deine eigenen Mundwinkel dabei sanft heben. Du kannst dieses Lächeln durch Deinen Körper reisen lassen und auch Stellen Deines Körpers, die verspannt sind oder weh tun zulächeln. Oder schwierigen Gefühlen wie Angst, Schmerz oder Traurigkeit ein sanftes Lächeln schenken.


Bildcredit: Nicole Wahl, nachträglich bearbeitet v. Maria Ma

„Schönheit ist, wenn du bist, was du bist. Ohne Scham & ohne Begrenzung.“ Claudia Taverna

Wir sind der Meinung, dass unser yang-lastiger Alltag eine Portion Yin vertragen kann. Deswegen haben wir den Devi-Talk gestartet. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Als ich letztes Jahr mein Ebook schrieb und mich intensiv mit dem weiblichen Aspekt der Schöpfung auseinandersetzte, wurde mir bewusst, wie intensiv sich viele von uns (inklusive mir) in der männlichen, aktivierenden Energie bewegen. Für ein gesundes, harmonisches Leben ist es wichtig, dass wir uns Ruhepausen gönnen, gütig mit uns selbst sind und uns bedingungslos annehmen können. Um diese Eigenschaften in unserem Leben zu stärken, werden wir ihnen hier auf dem Blog mehr Raum und Wertschätzung geben.

Heute im Devi-Talk: Claudia Taverna von Womanessence – einem einzigartig schönen Blog über weibliche Spiritualität. Claudia’s Blog habe ich vor ein paar Monaten über diesen wunderbaren Beitrag hier entdeckt und war direkt tief beeindruckt. Die Texte sind sehr gefühlvoll geschrieben und behandeln Themen, wie Liebe, Schwesterlichkeit, Vertrauen und Verletzlichkeit. Claudia leitet Frauentempelgruppen und ist außerdem Übersetzerin und Redakteurin beim Awakening Woman Institute. Als Expertin auf dem Gebiet der gelebten Weiblichkeit, freue ich mich ganz besonders sie für den Devi-Talk gewonnen zu haben.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Claudia: Die Devi ist für mich die Vielfalt der weiblichen Archetypen, die Göttin in all ihren Erscheinungsformen. Weibliche Urenergie, die durch unsere Körper strömt und die unterschiedlichsten Ausdrucksformen und Ausprägungen annimmt und die ebenso die Zyklen und Rhythmen der Natur bestimmt, sie ist der Urgrund der Schöpfung, das, aus dem alles geboren wird und in das alles wieder zurückfließt in einem unendlichen Pulsieren: Zusammenziehen und Ausdehnen. Der Herzschlag der Schöpfung. Die Devi ist Körper, Materie, Erde und Bewegung. Die Devi manifestiert sich für mich immer wieder ganz konkret im Frauentempel. Wenn wir im Namen einer bestimmten Göttin zusammenkommen, öffnet sich für uns ein besonderer Zugang zu den betreffenden Energien und Qualitäten dieser Göttin. Wir erfahren sie in uns selbst und sie erfährt sich durch uns. Wir holen sie sozusagen auf die Erde.

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin-Prinzip?

So wie ich es einschätze, hab ich vermutlich einen Yin-Überschuss und lebe auch einen eher Yin-bestimmten Alltag. Ich kann über meine Zeit zum allergrößten Teil frei bestimmen, bin also folglich ständig im Fließen, mit nur minimalen, flexiblen Strukturen. Meine Tätigkeiten Schreiben, Übersetzen und Redigieren sind auch absolut Yin – noch dazu verbunden mit weiblichen Themen. Dann ist da noch die Tempel-und Seminarplanung für meine Frauengruppen, die natürlich auch vollkommen Yin- lastig ist. Mein Alltag beinhaltet viel Stille und ist ziemlich zurückgezogen. Meditation, Yoga und weibliche Verkörperungsübungen bei denen man mit Berührung, Atmen, Spüren und Fühlen praktiziert, sind feste Bestandteile davon. Manchmal tanze ich auch, aber das eher zusammen mit meinen Yoginis in der Frauentempelgruppe oder in den Seminaren. Dann aber richtig ausgiebig und wild! Und ich bin sehr gerne in der Natur.

Hast du ein bestimmtes Ritual?

Ich empfehle die Göttinnendusche, eine der Basisübungen der weiblichen Verkörperungspraxis, die ich beim Awakening Women Institute kennengelernt habe. Sie ist so richtig schön weiblich und sehr effektiv, um ganz schnell wieder in den Körper und ins Jetzt zu kommen. Dabei streicht man, vom Kopf beginnend, mit präsenten Händen den ganzen Körper hinab, lässt den Oberkörper ein paar Momente lang hängen und streicht dann wieder genüßlich den ganzen Körper hinauf. Das kann man so lange wiederholen, wie es einem gut tut. Danach kurz pausieren und nachspüren. Die genaue Beschreibung findet ihr bei www.awakeningwomen.de.

Wie schaffst du es Yin und Yang in deinem Leben in Einklang zu halten?

Ich habe mir den Druck eines perfekten Endergebnisses und den Erfolgszwang im herkömmlichen Sinne aus meinem Tun herausgenommen und lasse Projekte mittlerweile auf eine organische Weise entstehen. Außerdem hab ich auf meinem Weg irgendwann erkannt, dass es nicht um die einwandfreie Darstellung und Unfehlbarkeit meiner Person geht, sondern um die Lebendigkeit und Freude in einem kreativen Prozess. Selbstverständlich schließt das nicht aus, dass ich sorgfältig und gewissenhaft in meinem Tun bin. Im Gegenteil: Dadurch, dass ich mein Leben verlangsamt und von Überflüssigem entschlackt habe, kann ich mir mehr Achtsamkeit erlauben, Achtsamkeit beim Tun –und Achtsamkeit mit mir. Ich bemerke sofort, wenn etwas im Innen oder Außen nicht im Fluss ist und korrigiere dann einfach bewusst den Kurs. Es fällt mir zusehends leichter, mich in die Hingabe und ins Vertrauen fallen zu lassen und ich gehe allgemein immer seltener in den Widerstand.
Ich habe den hohen Wert des Fragens und Zuhörens erkannt: Und anstatt von mir zu verlangen, immer die richtigen Antworten zu haben, übe ich, Nichtwissen, Irritationen und Unbehagen auszuhalten, nachzuspüren und darin zu verweilen, ohne ganz schnell eine Lösung für mich oder andere parat haben zu müssen. Ja, Aushalten, Dableiben und Zuhören sind sehr schöne, heilende weibliche Qualitäten.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Schönheit drückt sich durch ein inneres Leuchten aus -und manchmal auch in Schmerz, Trauer und Tränen. Schönheit finde ich in einer ganz besonderen Art, zu sein. Schönheit ist in der Aufrichtigkeit und Echtheit. Schönheit ist in der Wärme eines offenen Herzens genauso präsent wie in der Weichheit eines Körpers oder im lebendigen Aufblitzen eines Augenpaars. Schönheit sehe ich ganz besonders im “nicht Geschönten”. Schönheit sehe ich im Ursprünglichen und Natürlichen. Schönheit ist, wenn du bist, was du bist. Ohne Scham, ohne Begrenzung und ohne schlechtes Gewissen. Schönheit ist überall, wo Liebe ist.

Bitte beende den Satz „Fülle ist…..“

Fülle ist ein organischer Prozess.
Boden bereiten…säen…gießen…pflegen…lieben…schützen…nähren…ernten…freuen…feiern…
teilen…ruhen…und wieder von vorn.

Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

Langsamer werden.
Zuhören.
Berühren.

„Aufmerksamkeit kann jedes Drama in Weite verwandeln.“ Dennis Möck-Ludwig

Wir sind der Meinung, dass unser yang-lastiger Alltag eine Portion Yin vertragen kann. Deswegen haben wir den Devi-Talk gestartet. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Als ich letztes Jahr mein Ebook schrieb und mich intensiv mit dem weiblichen Aspekt der Schöpfung auseinandersetzte, wurde mir bewusst, wie intensiv sich viele von uns (inklusive mir) in der männlichen, aktivierenden Energie bewegen. Für ein gesundes, harmonisches Leben ist es wichtig, dass wir uns Ruhepausen gönnen, gütig mit uns selbst sind und uns bedingungslos annehmen können. Um diese Eigenschaften in unserem Leben zu stärken, werden wir ihnen hier auf dem Blog mehr Raum und Wertschätzung geben.

Heute im Devi-Talk: Dennis von Devis Ashram. Dennis habe ich durchs Bloggen kennenglernt. Er hat einen unfassbaren Sinn für Ästhetik und schreibt wunderschöne Texte, die mitten ins Herz gehen. Dies ist einer meiner Lieblingsbeiträge von ihm. Außerdem arbeiter er als Lifecoach, ist Gastautor auf ganzherzig und Gründer von dem Ayurvedic Spring Cleanse einem ayurvedischen Online-Retreat, dass bald wieder seine Pforten öffnet.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Dennis: Für mich ist Devi mehr als etwas, das ich anbete. Mehr als Geschichten, die um dieses Wort kreiert wurden. Vereinfacht gesagt, ist Devi eine wilde Kraft, die unsere Herzen zum Schmelzen bringen kann, wenn wir in eine tiefere Verbindung mit uns selbst gehen. Diese Verbindung stellen wir durch sanfte, weibliche Qualitäten her. Qualitäten, die uns ein weiches Bett zur Verfügung stellen, indem wir sein dürfen, wer wir sind. Was für eine zärtliche Power!

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin-Prinzip? Hast du ein bestimmtes Ritual?

Ich liebe Rituale. Besonders einfache. Yin ist vollkommen fließend, einfach und klar – somit machen kleine Handlungen, denen ich meine volle Aufmerksamkeit schenke, mein Leben fließend. Präsenz und Hingabe sind für mich schon eigenständige Rituale. Äußerlich liebe ich die morgendliche Routine des Ayurveda. Ich öle mich ein, verweile ich der Stille und nähre mich mit warmem Brei. Pure Liebe! Unsere Körper sind so wichtig, um uns selbst zu erfahren.

Wie schaffst du es Yin und Yang in deinem Leben in Einklang zu halten?

Es gibt ganze Bücher darüber, wie wir es schaffen, diese beiden Kräfte zu balancieren. Ich konnte damit nie etwas anfangen. Das Leben hat diese Höhen und Tiefen. Diese liebenden und grausamen Seiten. Ich versuche so gut es geht, niemals dagegen anzukämpfen. Das Ying-Yang Symbol macht es so deutlich: sowohl in der hellen, als auch der dunklen Seite liegt ein konzentrierter Punkt. Wenn wir z. B. zu exzessiv Leid oder Freude empfinden, kann der Geist (Manas) keine Ruhe und keine schöpferische Inspiration finden.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Schönheit ist mein Anker. Alles wohin es mich zieht. Ich frage mich in allem: Ist es von Schönheit durchdrungen? Wenn ja, dann weiß ich, dass ich meiner eigenen Spur folge. Es ist falsch anzunehmen, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Diese Eigenschaft kann so vieles sein; erhebend, liebevoll, weich, verbindend, kraftvoll, öffnend…

Bitte beende den Satz „Fülle ist…..“

Leben.

Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

Mmh. Sanftheit ist so ein schönes Wort! Weißt du, wir können uns Dingen (wie eben Worten) voll und ganz hingeben und ihnen dadurch Aufmerksamkeit schenken. Aufmerksamkeit ist einer der Schlüssel, um Sanftheit überhaupt erst wahrnehmen zu können.

1.Body: Mach deinen Körper weich, flüssig und begegne ihm sanft. Mache eine Routine, praktiziere sanftes Yoga oder eine andere Form von Bewegung und lasse warme gekochte Nahrung deinen Körper erfüllen. Ich liebe die Vorstellung, dass unsere Körper kraftvolle Tempel sind.

2.Mind: Aufmerksamkeit kann jedes Drama in Weite verwandeln. Auch wenn es nur dieser kurze Moment ist, doch dieser verwandelt. Unser Geist braucht sattvische Zeiten. Das bedeutet: Stille. Raum. Erkenntnis. Erst da beginnt wahre Lebendigkeit und wir können die ganze Scheiße in uns loslassen. Sei sanft mit dir.

3. Soul: Die Seele ist unantastbar und nur zu erfahren. Konzentrierte, heiße Liebe sitzt inmitten deiner Brust. Wenn du deine Hände auf diesen heiligen Bereich legst, wirst du berührt von der Kraft deiner Seele. Ein Satz der mich tiefe Sanftheit lehrt lautet: Sieh durch die Augen Gottes. Wie kannst du da nicht von Liebe erfüllt sein?

„Liebe gewinnt.“ – Narada im Devi Talk

Wir sind der Meinung, dass unser yang-lastiger Alltag eine Portion Yin vertragen kann. Deswegen haben wir den Devi-Talk gestartet. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Als ich letztes Jahr mein Ebook schrieb und mich intensiv mit dem weiblichen Aspekt der Schöpfung auseinandersetzte, wurde mir bewusst, wie intensiv sich viele von uns (inklusive mir) in der männlichen, aktivierenden Energie bewegen. Für ein gesundes, harmonisches Leben ist es wichtig, dass wir uns Ruhepausen gönnen, gütig mit uns selbst sind und uns bedingungslos annehmen können. Um diese Eigenschaften in unserem Leben zu stärken, werden wir ihnen hier auf dem Blog mehr Raum und Wertschätzung geben.

Heute im Devi-Talk: Narada Marcel Turnau, den ich vor einem halben Jahr schon mal über seine Zeit im Yoga Vidya Ashram interviewt habe. Narada hat einen überaus empfehlenswerten Blog, auf dem er mit viel Humor seine sehr tief gehenden Yoga-Kenntnisse weiter gibt. Ganz besonders auf seiner Seite sind die gehaltvollen Podcasts und Meditationsanleitungen, die es dort kostenfrei zu hören und downloaden gibt.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Narada: Die Devi ist eine Form der göttlichen Kraft, die alles durchdringt und umfasst und mit der man sich verbinden kann. Es ist die Göttliche Mutter, die das Leben transformieren kann und uns Fülle und Glück schenkt. Das Wort leitet sich von „Devata“ ab was „strahlend, leuchtend“ bedeutet. Man versteht unter „Devi“ eine Verkörperung des Prinzips der Göttlichen Mutter, wohingegen „Shakti“ die Kraft der Göttlichen Mutter ist. Ich betrachte Devi als eine Energieform, die ich durch Hingabe und Gegenwärtigkeit in mein Leben lassen kann, eine Kraft die alles nährt, ordnet und mir das Leben versüßt. Es gibt nur einen Gott, nur ein Göttliches Prinzip, dem man sich auf unterschiedliche Weise nähern kann, die Göttliche Mutter ist leicht zugänglich. Da wir alle über unsere eigene Mutter bereits das Prinzip der Mutterliebe kennengelernt haben. Die Göttliche Mutter schenkt jedem ihren Segen; der sich an sie wendet, so wie eine Mutter ihr Kind liebt, egal was es tut.

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin-Prinzip? Hast du ein bestimmtes Ritual?

Ich hatte bei meinen Indienreisen einige Erlebnisse, die mich mit der Göttin versöhnt haben. Seitdem kann ich mich innerlich leicht auf diese Kraft einstimmen. Ich hatte z.B. ehrlich gesagt keine besonders hohe Meinung von dem angeblich heiligen Fluss Ganges, aber als ich am Ufer der Ganga saß und meditierte, offenbarte sich mir die immense Segenskraft der Devi. Seitdem ist Ganga Ma für mich kein gewöhnlicher Fluss mehr. Ich spüre in mir eine starke Energie; wenn ich mich innerlich mit der Ganga verbinde. Sie ist eine Manifestation der Göttlichen Mutter. Nach diesem Erlebnis mit Mutter Ganga hatte ich noch ein paar intensive Energieerfahrungen in Tempeln; die der Mutter geweiht sind. Ich fühlte mich sehr gesegnet, als ich im Ashram von Sri Anandamayi Ma saß. Sie gilt als Verkörperung der Devi. In meiner Zeit als Ashramleiter bei Yoga-Vidya habe ich im Rahmen der jährlichen Feiern für die Devi, dem 9-tägigen Navaratri Fest, Pujas für die verschiedenen Aspekte der Mutter gemacht. Es war sehr intensiv für mich zu erleben, wie verschieden die Kräfte von Lakshmi, Durga und Saraswati sind. So kann ich sehr empfehlen sich über ein solches Verehrungsritual mit der Devi in verschiedenen Formen zu verbinden.

>>> Hier lernst du, wie du dein eigenes Devi-Ritual bei dir zuhause feierst.

Wie schaffst du es Yin und Yang in deinem Leben in Einklang zu halten?

Ich bin ein großer Freund davon mich den unterschiedlichsten Erfahrungen auszusetzen. Ich glaube, dass es mir hilft in meiner Balance zu bleiben. So kann ich z.B. aus einem Meditationsretreat in ein Fußballstadion oder auf ein Punkkonzert gehen und beobachte dann in mir wie die Energien sich dynamisch verändern. Ich glaube entscheidend für einen dauerhaften Ausgleich von Yin und Yang, oder Chandra und Surya, wie wir im Yoga sagen, ist die Fähigkeit innere und äußere Vorgänge zu beobachten. Also um die Frage zu beantworten: durch Meditation.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Ich glaube man kann in allem Schönheit finden, wenn man richtig hinschaut, nur sind wir leider meistens mit anderen Dingen beschäftig, wie z.B. mit unseren Träumereien. Meine Erfahrung ist, dass ich immer dann die Welt ganz anders wahrnehme, wenn ich wach und aufmerksam bin, alles wird intensiver und eben schöner. Schönheit ist also überall wenn man wach ist.

Bitte beende den Satz „Fülle ist…..“

eine der Eigenschaften unseres wahren Selbst. Wenn wir uns von der Unwissenheit lösen und entdecken wer wir wirklich sind, können wir erkennen, dass wir eins mit allem sind und erleben die totale Fülle. Puh, das war ein langer Satz!

Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

Als ich 2011 in Rishikesh am Schrein von Swami Sivananda meditierte, habe ich ihn innerlich gefragt, welche spirituelle Praxis ich üben sollte und bekam die Antwort prompt: ich solle so oft wie möglich in den Bereich meines Herzens spüren. Als ich danach vor die Tür ging, begegnete mit noch Swami Vimalananda, der amtierende Präsident der „Divine Life Society“, vor dem ich mich verneigte. Er winkte mich etwas lapidar ab und sagte: „just follow your heart!“ So denke ich, dass die wichtigste Praxis tatsächlich das Spüren des Herzens ist, was dann natürlich auch zu immer mehr Sanftheit führt. Desweiteren glaube ich, dass wir die ganzen spirituellen Lehren reduzieren können auf wenige Begriffe: Achtsamkeit, Liebe, Stille, Einheit und Demut. All diese Punkte führen zu einer Sanftheit gegenüber der Schöpfung. Sanftheit ist ein schönes Wort, wir alle sollten uns täglich und immer wieder darin üben unseren Mitmenschen sanft zu begegnen. Liebe gewinnt.

Über Yin Yoga, Schönheit & Fülle – Natascha Nazar im Devi-Talk

Wir sind der Meinung , dass unser yang-lastige Alltag eine Portion Ying vertragen kann. Deswegen starte ab heute ein neues Interview-Format auf ganzherzig: Der Devi-Talk. Immer wieder Freitags berichten inspirierende Menschen über ihren Bezug zur femininen Energie und geben Tipps, wie wir unseren Alltag mit mehr Sanftheit und Hingabe begegnen können.

Als ich letztes Jahr mein Ebook schrieb und mich intensiv mit dem weiblichen Aspekt der Schöpfung auseinandersetzte, wurde mir bewusst, wie intensiv sich viele von uns (inklusive mir) in der männlichen aktivierenden Energie bewegen. Für ein gesundes, harmonisches Leben ist es wichtig, dass wir uns Ruhepausen gönnen, gütig mit uns selbst sind und uns bedingungslos annehmen können. Um diese Eigenschaften in unserem Leben zu stärken, werden wir ihnen hier auf dem Blog mehr Raum und Wertschätzung geben.

Den Anfang macht Natascha, die auf ihrem Blog Yogascha seit 2009 ihre Erfahrungen über die wunderbare Welt des Yoga teilt. Ich kenne Nati seit vielen Jahren. Wir sind zusammen aufgewachsen, haben gemeinsam studiert und sind irgendwann beide auf dem Yogaweg gelandet. Wenn du im Ruhrgebiet wohnst, lohnt es sich mal bei einer ihrer sanften Yogastunden vorbei zu schauen, bei der du wunderbar und tief entspannen kannst.

Ganzherzig: Wer ist die Devi für dich?

Die Devi ist für mich meine spirituelle Mutter. Vor allem Lakshmi hat eine große Bedeutung für mich, denn als ich in einer Phase war, in der ich die Beziehung zu meiner weltlichen Mutter heilen und neu gestalten musste, habe ich Lakshmi um Unterstützung, Gesundheit und Fülle für diese Beziehung gebeten. Ich hatte das Gefühl, dass meine Mama und ich auf diesem Weg von der göttlichen Mutter unterstützt und versorgt wurden.

Wie verbindest du dich mit der weiblichen Energie, dem Yin-Prinzip? Hast du ein bestimmtes Ritual?

Na klar, Yin- Yoga! Nachdem ich 30 Jahre meines Lebens ziemlich einseitig in der männlichen Energie verbracht habe, unterstützt mich dieser großartige Yogastil dabei, nun das Gleichgewicht herzustellen. Außerdem bemühe ich mich, jeden Tag dafür dankbar zu sein, ein Wesen in einem weiblichen Körper zu sein und diesen Körper zu ehren, achten und lieben.

Wie schaffst du es Yin und Yang in deinem Leben in Einklang zu halten?

Wie schon geschrieben, hat meine Seele einen riesigen Nachholbedarf an  Yin Momenten. Somit warte ich ab, bis diese Nachnährung ausreichend ist und schaue dann, wie ich die beiden Energien in mein Leben integrieren kann.

Was bedeutet für dich Schönheit?

Meine erste Assoziation mit dem Wort Schönheit ist das Wort Natur. Kaum etwas kann mich so berühren, wie die Kunstwerke, die die Natur zaubert. Allein die kleinen und feinen Muster auf einem Blütenblatt können aussehen, wie eine eigene Galaxie. Aber auch ein gutes Foto, ein gemaltes Bild oder ein tolles Kleidungsstück kann dieses Gefühl in mir hervorrufen. Bei Menschen ist Schönheit für mich etwas absolut individuelles. Von Vorgaben oder medialen Idealen halte ich nichts. Es ist eher ein Funkeln in den Augen oder ein schelmisches Grinsen, was ich als schön empfinde.

Bitte beende den Satz „Fülle ist….“

Fülle ist, wenn mich frei und unabhängig fühle. Wenn ich mein Herz mit Selbstliebe nähre, kommt der Rest auf allen Ebenen von allein.

Hast du 3 Tipps für unsere Leser, wie man dem Leben mit mehr Sanftheit begegnen kann?

a) Auf der körperlichen Ebene ist ein toller Rat für mehr Sanftheit, sich beim Duschen achtsam einzuseifen. Das alltägliche Abschrubben ist eher grob. Wenn Du Dir aber einen schönen Schwamm kaufst und Dich sanft massierst, verändert sich die Wahrnehmung sehr stark.
b) Sieh jeden Kritiker als Lehrer.
c) Gib all Deinen Emotionen Raum. Auch Wut, Zorn, Eifersucht und Angst gehören zu Deinem Leben. Ohne Yin gibt es kein Yang und ohne Stille keine Musik.