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Inner Compass | Du kannst es nicht jedem Recht machen!

Du kannst es nicht jedem Recht machen

Vor einiger Zeit hatte ich eine Unterhaltung mit einer Person, die ich seit vielen Jahren kenne und die mir sehr nahe steht. Ich erzählte ihr enthusiastisch von meinen neusten Erkenntnissen und wie ich diese zukünftig nutzen möchte, um meine Beziehungen auf ein neues Level zu heben.

Mir ist da wirklich nach langer Zeit ein Licht aufgegangen und ich habe mir von meinem Gegenüber wohl insgeheim etwas Anerkennung für meinen offensichtlichen Quantensprung gewünscht. Stattdessen folgte nur ein kritischer Blick und eine Erklärung, warum das was ich erzählte, zum Scheitern verurteilt war. Ich merkte, wie ich innerlich leicht aggressiv wurde.

Wie konnte jemand nur so rüpelhaft mit meinen neuen zarten Erkenntnissen umgehen?

Ich atmete tief durch und erinnerte mich daran, dass ich gerade von meinem Leben erzählte. Das meine Geschichte anders ist, als die der Person, die mir gerade gegenübersitzt. Das ich in der Vergangenheit so viel Wert darauf gelegt habe, mir die Bestätigung für mein Handeln im Außen einzuholen, um mich emotional abzusichern.

Niemand ist verpflichtet mir seine Erlaubnis für mein Handeln zu geben.

Als ich mir bewusst machte, dass die aufkommende Wut von meinem inneren Kind produziert wurde, dass es verständlicherweise gerne jedem Recht machen möchte, konnte ich loslassen. Ich konzentrierte mich auf die Gestaltungskraft, die in der Power meiner ganzheitlichen Entscheidung liegt und reinigte damit meinen inneren Raum.

Es ist praktisch unmöglich seinen eigenen Weg zu finden, wenn man nicht den Mumm hat seiner Intuition zu folgen.

Natürlich wäre es schön, wenn jeder meiner Vertrauten meine persönlichen Vorhaben begeistert absegnen würden. Aber wir können es nun mal nicht jedem Recht machen. Außer wir wollen ein langweiliges Leben im Stillstand ohne jegliche Reibungen führen.

Wenn wir versuchen es allen Recht zu machen, leben wir in Angst und geben unsere Power nach Außen ab. Es ist nicht möglich zu erkennen, wer wir wirklich sind und was wir wollen, wenn wir uns, aus Angst bewertet zu werden, fremdbestimmen lassen.

Ich bin ein wirklich friedliebender Mensch, aber wenn mich etwas juckt, dann spreche ich es auch an, wenn es seine Berechtigung hat. Hast du schon mal die Energie von jemandem mitbekommen, der jeglichen Frust bei sich behält, nur um Konflikten aus den Weg zu gehen? Energetisch fühlt sich das an, als wäre die Person gar nicht mehr anwesend, weil sie unterschwellig so vollgepackt mit Unrat ist.

Wenn wir versuchen es allen Recht zu machen, schaden wir nicht nur uns selbst, sondern setzen unser Umfeld auch den entsprechenden negativen Schwingungen aus.

Lebensstile und Ansichten sind so unterschiedlich, dass es unmöglich ist, als einzelne Person, die Interessen aller zu befriedigen. Ich z.B. bin manchen Menschen zu emotional, mein Blog ist ihnen zu eso-mäßig und ich denke ihnen zu viel nach. Andere können sich darin wiederfinden, wie es ist sensibel zu sein und ein reichhaltiges emotionales Innenleben zu haben. Ihnen gefällt, dass ich mich für Spiritualiät begeistere und gerne über alles möglich rumphilsophiere. Dann gibt es noch sehr viele denen es vollkommen egal ist, was ich tue und womit ich meine Zeit verbringe. Das ist ok. Denn ich kann es einfach nicht jedem Recht machen.

Wenn wir es zu unserer obersten Priorität machen, es uns selbst Recht zu machen. Dann geben wir nicht mehr die Verantwortung ab und sind dann frustriert, weil wir gegen unsere innere Stimme handeln. Sondern wir wirken aus einem Ganzheitsgefühl heraus, und treffen Entscheidungen, die uns in unserer Selbstbestimmtheit fördern und uns das Gefühl geben das Zepter selbst in der Hand zu haben. Dann sind wir wirklich zufrieden und fühlen uns automatisch verbunden mit unserer eigenen Wahrheit und den Menschen um uns herum.

Regelmäßige Tipps für ein Leben aus deiner Intuition heraus und zeitgemäße spirituelle Inspirationen gibt es HIER.

7 Comments

  • Reply
    Bhakti Yogini
    10. Juni 2017 at 7:45

    Da kann ich einfach nur sagen: Danke – danke dir!

    • Reply
      Maria Ma
      10. Juni 2017 at 21:03

      @ Bhakti Yogini <3

  • Reply
    Markus
    13. Juni 2017 at 22:36

    Wow, Respekt für diesen tollen Beitrag. Hoffe ich bekomme das auch auf die Reihe.
    Namaste

    • Reply
      Maria Ma
      14. Juni 2017 at 17:24

      Hey Markus, ich muss das Loslassen natürlich auch immer wieder üben. 🙂
      Liebste Grüße
      Maria

  • Reply
    Danny
    14. Juni 2017 at 12:05

    Durch „Zufall“ deine Seite entdeckt.
    Ich habe gerade die ersten 2 Intensiv-Wochen Yogalehrerausbildung erfahren und sage nur:
    In deinem Beitrag ist alles enthalten ,
    Danke

    Om Namo Shivaya

    • Reply
      Maria Ma
      14. Juni 2017 at 17:27

      Danke, Danny!
      Alles Liebe & Om namah Shivaya,
      Maria

  • Reply
    Helmut
    21. Juni 2017 at 18:04

    Gut so liebe Maria !
    Habe dazu noch einen Beitrag : Mit Käse überzogene Kartoffeln mit Weizengras dazu.
    Einfach zubereitet und vieles selbst gemacht ! JSCA elmu .

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