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Inner Compass: Leben heißt mit einem Fallschirm abspringen

Inner Compass

Ab heute startet die neue Rubrik „Inner Compass“ auf ganzherzig. Inner Compass ist mein innerer Kompass und somit werde ich euch hier immer berichten, wo ich gerade persönlich stehe und welche Erkenntnisse mich in meinem Alltag weitergebracht haben.

Dieses Jahr ist ziemlich intensiv für mich.

Ich werde mit alten Mustern konfrontiert, die endlich mein System verlassen möchten.

Mein innerer Raum verändert sich und ich begegne diesen Veränderungen wie nie zuvor. Ich laufe nicht weg, sondern stelle mich nüchtern, all dem, was gelebt werden möchte. Manchmal habe ich das Gefühl tagelang im Feuer zu sitzen. Während ich mich an anderen Tagen vollständig und wie von Wolken getragen fühle.

Ich werde weiter und bekomme dies in unterschiedlichen Lebensbereichen widergespiegelt.

Meine Beziehungen verändern sich, weil ich mich verändere. Ich habe noch nie so viel freundschaftliche Nähe und Verbundenheit gespürt, wahrscheinlich weil ich mir selbst noch nie so nah war. Ich fühle mich getragen von meinen Meistern und den Göttern, die ich an bestimmten Zeiten warm in meinem Herzen wahrnehmen kann.

An anderen Tagen wiederum fühle ich mich verlassen und abgeschnitten von allem und jedem. Auch diese Gefühle gehören dazu. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die mir Glücksgefühle, oder Angst bereiten kann.

Leben heißt mit einem Fallschirm abspringen

In Zeiten des Umbruchs schreibe ich für gewöhnlich Gedichte. Dies mache ich schon seit 22 Jahren. Als ich vor ein paar Wochen in einer Kiste nach meinem Gedichtband suchte, fiel mir mein altes indisches Tagebuch in die Hände. Als ich es öffnete, flog mir ein Zettel entgegen. Ich erinnerte mich. Ich hatte ihn 2011 während eines mehrwöchigen Ashramaufenthaltes in mein Tagebuch gelegt. Es ist eine Seite aus dem Buch „11 Minuten“ von Paulo Coelho. Damals dachte ich Paulo Coelho hätte diese Zeilen für mich geschrieben, weil ich mich in jedem der Worte wiederfinden konnte.

Ich musste schmunzeln, als ich diese von mir markierten Zeilen las:

„Die Achterbahn ist wie mein Leben, und das Leben ist ein starkes berauschendes Spiel. Leben heißt mit einem Fallschirm abspringen; Leben heißt etwas riskieren, hinfallen und wieder aufstehen; Leben ist wie Steilwandklettern, es bedeutet nicht zu ruhen und nicht zu rasten, bis man den Gipfel erklommen hat.“

Ich befinde mich weder auf einer Weltreise, noch ist mein Leben im Außen sonderlich aufregend. Aber die Achterbahn ist mein Leben, weil ich mich weiterentwickeln möchte. Weil ich authentisch leben möchte und dabei bin meine eigenen Grenzen zu definieren.

Leben ist wie Fallschirmspringen, wenn ich meine Komfortzone verlasse. Nicht aus Vorwürfen des inneren Antreibers, oder Gründen der Selbstoptimierung, sondern aus Selbstliebe. Weil meine Seele diese Erfahrung machen möchte.

Ich weiß grad nicht, wo meine Reise mich hinführen wird – innerlich und äußerlich. Aber durch das Gewahrsein auch während der turbulentesten Achterbahnfahrt hat sich mir eine ganz neue Dimension von Fülle eröffnet. Die richtige Haltung einzunehmen und sich für das Vertrauen anstelle von Angst zu entscheiden, ist etwas, was ich gerade immer wieder übe.

Oder um es in Paulo Coelhos Worten zu sagen:

„Was für ein Gefühl wäre es, wenn ich abends in meinem Bett einschlafen und morgens plötzlich in einer Achterbahn aufwachen würde?
Nun zuallererst würde ich das Gefühl haben, gefangen zu sein, mir würde in den Kurven vor Angst speiübel werden, und ich würde aussteigen wollen. Wenn ich allerdings darauf vertraue, daß die Schienen mein Schicksal sind, daß Gott diese Maschine lenkt, dann würde dieser Alptraum etwas Aufregendes. Die Achterbahn wäre genau das, was sie auch ist, eine sichere, vertrauenswürdige Konstruktion mit kleinen Wägelchen, die an ihr Ziel gelangen werden. Und während der Fahrt kann ich die Landschaft um mich herum betrachten und vor Aufregung schreien.“

Von Herzen,
Deine Maria Ma

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